NFDI4Objects - Forschungsdateninfrastruktur für die materiellen Hinterlassenschaften der Menschheitsgeschichte: Task Area 6 "Qualification, Integration and Harmonisation"

Aktiv
Grafik der TA 6 von NFDI4Objects Vanessa Liebler, CC BY-ND 4.0

Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) hat das Ziel, öffentlich finanzierte Forschungsdaten systematisch zu erschließen, zu sichern und zugänglich zu machen. Zudem sollen Standards für das Management von Daten entwickelt werden und die nationale und internationale Vernetzung dieser gewährleistet werden. Die NFDI wird von ihren Nutzer:innen in Kooperation mit wissenschaftlichen Infrastruktureinrichtungen gestaltet, die in fachlich ausgerichteten Konsortien zusammenarbeiten. Eines dieser Konsortien ist NFDI4Objects - Forschungsdateninfrastruktur für die materiellen Hinterlassenschaften der Menschheitsgeschichte. NFDI4Objects ist ein multidisziplinäres Konsortium und richtet sich an die Bedürfnisse von Forscher:innen und Praktiker:innen, deren Arbeitsschwerpunkte auf dem materiellen Erbe von rund drei Millionen Jahren Menschheits- und Umweltgeschichte liegen.

Motivation

Gemeinsam mit der Klassik Stiftung Weimar verantwortet das i3mainz für die Hochschule Mainz innerhalb dieses Konsortiums die Task Area 6 Qualification, Integration and Harmonisation (TA 6) als Co-Applicant. Kernanliegen unserer Arbeiten in der TA 6 ist es, eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung im Bereich des Forschungsdatenmanagements (FDM) in den objektbezogenen Altertumswissenschaften zu fördern und zu erweitern. Unterstützung liefert dafür die Ruhr-Universität Bochum als Participant im Konsortium.

Konkret sollen bestehende Formate und Lehrveranstaltungen so ergänzt werden, dass aktuelle Impulse aus dem Konsortium unmittelbaren Niederschlag in der universitären und berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung finden. Zudem möchte die TA 6 den Themenbereich FDM insgesamt stärker in den Fokus der Lehre rücken und darüber hinaus Zugänge zum Selbstlernen für praktisch arbeitende Wissenschaftler:innen schaffen. Unsere Inhalte sollen sich dabei an den Bedürfnissen der Community orientieren und Ergebnisse direkt in skalierbare Lerneinheiten als Open Educational Resources (OER) bereit gestellt werden. Hinzu kommt die Etablierung eines mehrschichtigen Kompetenzrahmens Forschungsdatenmanagement für die universitäre Ausbildung und berufliche Qualifikation. Die Hochschule wirkt darüber hinaus aktiv im Coordination Office (CO) von NFDI4Objects mit, über welches eine enge Verzahnung aller Task Areas innerhalb des Konsortiums gewährleistet wird. Zudem ist die Hochschule auch als Participant in der TA 7 Support and Coordination vertreten. Hier verantworten wir die Implementierung NFDI4Objects Commons. Sie soll als Plattform für die in partizipativen Prozessen im gesamten Konsortium erarbeiteten Empfehlungen, Standards und Handreichungen dienen.

Aktivitäten

Bisherige Aktivitäten der TA 6 sowie des i3mainz im Kontext von NFDI4Objects:

  • Das i3mainz war federführend an der erfolgreichen Antragstellung des Konsortiums beteiligt.
  • Entwicklung des verbindlichen Cooperate Designs für das gesamte Konsortium.
  • Gestaltung sämtlicher Abbildungen, Flowcharts und Organigramme für den Vollantrag sowie zusätzliche Materialien für mündliche Präsentationen zum Vorhaben.
  • Durchführung des Kick-Off Meetings der Konsortialpartner vom 15. bis 16. Juni 2023 in Trier. In Kooperation mit dem mainzed.
  • Evaluation bestehender Angebote und Erfassung der bisher vermittelten Kompetenzen in Lehrangeboten mit digitalem Bezug in den ausbildenden Einrichtungen der verschiedenen archäologischen Disziplinen.