MoDiTa – Modulare Digitalkameratachymeter

Abgeschlossen
Montage des Kameraadapters an die Okularhalterung eines Tachymeters Leica TS30 i3mainz, CC BY SA 4.0

Das Projekt MoDiTa will einen Innovationsschub für moderne Motortachymeter auslösen. Ziel ist die Realisierung und Verifizierung modularer Digitalkameras als Okularaufsatz einschließlich einer Erprobung der Gesamtsysteme in Pilotanwendungen. Angestrebt wird eine möglichst herstellerübergreifende Lösung.

Motivation

Anwender moderner technischer Systeme können in Zeiten rasanter technologischer Entwicklungen von einem modularen Gerätedesign profitieren. Mit einem modularen Konzept für die Integration von Digitalkameras können die erheblichen Unterschiede der Entwicklungs- und Nutzungsdauerzyklen bei geodätischen Instrumenten, digitaler Kameratechnik und Verfügbarkeit drahtloser Datenübertragungskapazität entkoppelt werden. Für den Anwender bedeutet ein modularer Zukauf: moderate Aufrüstungskosten, Um- und Rückrüstung mit wenigen Handgriffen, Mischnutzung (mit/ohne Digitalkamera) möglich, geringeres kaufmännisches Risiko.

Aktivitäten

Das Messsystem ist nach einem modularen Konzept aufgebaut, die einzelnen Komponenten können einfach ausgetauscht werden. So kann z.B. der Wechsel von Kameras mit unterschiedlichen spektralen Eigenschaften (monochromatisch, Farbe, Infrarot) mit wenigen Handgriffen erfolgen. Im Hinblick auf technische Anwendungen wie z.B. die Ausrichtung von Industrieanlagen, die hochpräzise Erfassung von kleinen Bewegungen und Schwingungen werden unterschiedliche Kameras auf ihre Eignung hin untersucht.

Eine automatisiert ablaufende Selbstkalibrierung stellt nach einem Kamerawechsel binnen weniger Minuten sicher, dass die Genauigkeitseigenschaften selbst hochgenauer Motortachymeter und -theodolite vollständig ausgeschöpft werden können.

Resultate

Der aktuelle Stand der Softwareimplementierung bietet bereits einen recht hohen Automatisierungsgrad mit Near-Realtime Auswertung durch digitale Bildverarbeitung und Best-Fit-Algorithmen. Als Ziele werden derzeit primär GPS-getaktete LEDs, einfache Marken sowie Strichkreuze von Kollimatoren eingesetzt.