3D-Digitalisierung des „Haus Am Horn“ - Sichern - Erschließen - Auseinandersetzen
3D-Digitalisierung von historischen Gebäuden entwickelt sich zu einer der Standardmethoden zur Sicherung des materiellen Kulturerbes, darüber hinaus erlaubt die 3D-Digitalisierung eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Gebäude, die unmittelbar mit dem Originalobjekt aufgrund des Denkmalschutzes nicht möglich ist. Die digitale Form erlaubt das virtuelle Betreten von unzugänglichen Orten, die Interaktion mit diesen Orten oder die künstlerische Intervention. Insbesondere erlaubt eine virtuelle Repräsentation das Aufdecken von Nutzungsszenarien zu verschieden Zeiten und in verschiedenen Kontexten, damit wird das mit der Erhaltung historischer Gebäude notwendig verbundene „Einfrieren“ eines historischen Zustandes durchbrochen. Dieses gilt um so mehr für historische Orte, die zugleich Zeugen der Zeitgeschichte sind, wie es das Haus Am Horn durch seine Nutzung in der Zeit der DDR, u.a. durch die Familie Grönwald, war.
Motivation
Digitalisierung von historischen Objekten in diesem Sinne muss mehr sein als die originalgetreue Reproduktion des Vorhandenen, sie muss ein Ansatzpunkt für Manipulationen und Interaktionen mit dem Gebäude sein. Das Ergebnis einer solchen Digitalisierung kann daher keine abgeschlossene Anwendung im Sinne eines virtuellen Rundganges sein, sondern muss ein Ansatzpunkt für Erweiterungen, Konstruktion und Dekonstruktion sein. Zugleich kann das digitalisierte Objekt ein Fokuspunkt für die Ansammlung von Dokumenten und Erinnerungsgegenständen sein, mit dem Ziel einer wissenschaftlich belegten, umfassenden Objektgeschichte, die auch immer eine Personengeschichte ist.
Aktivitäten
In dem Projekt übernimmt das i3mainz die 3D-Digitalisierung des Gebäudes und der historischen Einzelobjekte im Gebäude.