14.10.2026
Wenn Bahnübergänge berechenbar werden: MINOS in Berlin und Brüssel
Wie können Rettungsfahrzeuge Bahnübergänge ohne unnötige Wartezeiten passieren? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Forschungsprojekt MINOS des i3mainz.
Gleich auf zwei internationalen Veranstaltungen präsentierte das Projektteam im September nun seine Forschungsergebnisse: auf der InnoTrans 2026 vom 22.–25. September in Berlin und den Connecting Europe Days 2026 vom 28. September – 1. Oktober in Brüssel.
Im Mittelpunkt stand ein entwickelter Echtzeit-Datendienst, der vorhersagt, ob ein Bahnübergang zum erwarteten Ankunftszeitpunkt eines Fahrzeugs geöffnet oder geschlossen sein wird. Damit können insbesondere Feuerwehr und Rettungsdienste ihre Einsatzrouten besser planen.
Zu den Ergebnissen des Projekts gehören:
- Eine skalierbare Softwarearchitektur, die Zugbewegungen und Fahrplanänderungen verarbeitet und daraus deutschlandweite Prognosen für Bahnübergänge berechnet.
- Die Bereitstellung von Prognosedaten für bis zu 12.400 Bahnübergänge pro Verarbeitungszyklus über die nationale Mobilitätsplattform Mobilithek im europäischen Standard DATEX II.
- Eine mobile Anwendung, die Einsatzkräften den prognostizierten Zustand von Bahnübergängen zum erwarteten Ankunftszeitpunkt anzeigt.
Bei beiden Veranstaltungen war MINOS am Stand von Europe’s Rail vertreten, auf der Innotrans zudem auf dem Stand des Bundesministeriums für Verkehr (BMV). Das bot dem Projektteam die Gelegenheit, die Ergebnisse einem internationalen Fachpublikum vorzustellen und sich über neue Anwendungen und Perspektiven für die europäische Mobilität auszutauschen.
Vielen Dank an das BMV und Europe’s Rail für die Möglichkeit, unsere Forschung zu präsentieren!