18.08.2025

Museum of the Future: Wie KI Keilschrift erkennt

Annotiertes 3D-Modell einer Keilschrifttafel aus der Hilprechtsammlung (links) mit Transliteration (mitte) und Übersetzung mit inhaltlichem Kommentar (rechts).
Im Museum für Gestaltung Zürich zeigt ein Team von i3mainz und FU Berlin, wie Künstliche Intelligenz bei der Übersetzung von Keilschrifttafeln unterstützt.

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Museums für Gestaltung Zürich öffnet am 28. August die Ausstellung Museum of the Future – 17 digitale Experimente ihre Tore. Sie zeigt, wie digitale Technologien Objekte auf neue Weise erlebbar machen können. Ein Schwerpunkt widmet sich dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz – insbesondere für die automatische Schrifterkennung und Transkription historischer und archäologischer Texte.

Hierzu wurden Kai-Christian Bruhn und Timo Homburg vom i3mainz gemeinsam mit Hubert Mara, Lisa Wilhelmi und Gösta Gabriel von der Freien Universität Berlin eingeladen, in zwei für diesen Zweck produzierten Videos einige Resultate aus dem Projekt Cuneiform Annotator und Keilschriftzeichenklassifikation zu präsentieren. Unterstützt wurden sie dabei von Masoome Mohammadi. Anhand eines animierten 3D-Modells einer Keilschrifttafel aus der Hilprechtsammlung wird veranschaulicht, wie die maschinenlesbare Aufarbeitung der Texte Schritt für Schritt erfolgt.

Dieselbe Tafel liegt auch als 3D-Druck vor: einmal in Originalgröße zum Anfassen und einmal in fünffacher Vergrößerung als Anschauungsobjekt.

Die Ausstellung macht deutlich, welches Potenzial digitale Technologien für eine zukunftsweisende Museologie bieten. Sie wird vom 29.08.2025 – 01.02.2026 im Museum für Gestaltung Zürich zu sehen sein.