14 Dec 2021

i3mainz bei i2MON-Workshop

Epoche 1 und 2 der Simulation eines Erdrutsches, bei der Stützstäbe entfernt und die Neigung des Kastens verändert wurde. Resultat des Masterprojekts von Denise Becker, Lukas Hart, Nils Kummert: Untersuchung des terrestrischen Laserscanners RIEGL VZ-2000i für großräumige Überwachungsmessungen. Denise Becker, Lukas Hart, Nils Kummert, CC BY SA 4.0
i3mainz beteiligt an i2MON-Workshop "Geomonitoring zur Bewertung von Boden- und Böschungsbewertungen in Bergbeugebieten"

Anfang Dezember präsentierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts i2MON - Integrated Mine Impact Monitoring im Rahmen eines Webinars ihren aktuellen Stand und ihre bisherigen Ergebnisse. Als Teil der Gruppe „ground sensor monitoring“ gab Denise Becker, Mitarbeiterin des i3mainz, einen kurzen Überblick über die messtechnische Objekterfassung eines Hanges und die am i3mainz erprobten Methoden zur Detektion von Hangrutschbewegungen.

Um eine automatisierte und schnelle Abtastrate bei berührungslosen Objektaufnahmen zu ermöglichen, setzt die Gruppe um Prof. Dr. Jörg Klonowski, Laura Raddatz und Denise Becker hauptsächlich terrestrisches Laserscanning (TLS) für große Reichweiten von mehreren Kilometern ein. Dabei wird ein Gebiet innerhalb weniger Minuten, je nach Größe der Aufnahmefläche und der eingestellten Punktdichte, systematisch erfasst. Das Produkt ist eine dreidimensionale Punktwolke.

Um geometrische Veränderungen innerhalb eines bestimmten Gebietes festzustellen, werden solche Messungen in regelmäßigen Abständen – man spricht von Epochen - wiederholt. Für die signifikante Aufdeckung von Deformationen werden verschiedene Methoden - flächenhafte und merkmalsbasierte - untersucht. Die Methoden wurden im Rahmen eines Masterprojekts, an dem auch Denise Becker mitarbeitete, untersucht: In einer mit kinetischem Sand gefüllten Sandbox wurde ein Hangrutsch simuliert. Dabei wurden annähernd reale Daten erzeugt.

Ziel von i²MON ist, von Bergbauaktivitäten betroffenen Interessengruppen Überwachungs-, Mess- und Analysewerkzeugen zur Verfügung zu stellen, um die Auswirkungen des Bergbaus auf Boden- und Hangbewegungen zu ermitteln. Das Projekt wird finanziert durch den HORIZON 2020 RFCS und läuft bis Juni 2022.