29.06.2026
VR-Prototyp zur Tatortanalyse
Vom 16. bis 19. Juni 2026 fand in Otranto, Apulien die internationale Konferenz zu Extended Reality (XR) „XR Salento 2026, International Conference on eXtended Reality“ statt. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen in Virtual Reality, Augmented Reality, Mixed Reality und Künstlicher Intelligenz. Die Konferenz richtete sich an Forschende, Studierende, Lehrende, Entwickler:innen sowie Vertreter:innen aus der Industrie.
Im Rahmen der Konferenz stellten Julian Stockemer, Emma Kunoth und Klaus Böhm das Short Paper „Interactive Crime Scene Analysis in Virtual Reality: A Prototype for Spatially Linked Information and Contextualized Navigation“ vor, welches sie gemeinsam mit Fabian Püschel vom Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) verfasst haben.
Die wissenschaftliche Arbeit entstand im Kontext des Projekts TOPML – Trading off Non-Functional Properties of Machine learning (KI-Lab). Im Zentrum steht ein mit der Unreal Engine entwickelter VR-Prototyp zur Tatortanalyse. Die Anwendung ermöglicht es, Informationen räumlich zu verknüpfen und die Navigation in einem virtuellen Tatort kontextbezogen zu gestalten. Als Datengrundlage diente ein vom HLKA bereitgestellter und ausgemessener polizeilicher Trainings-Tatort. Der Beitrag wird in der Reihe „Lecture Notes in Computer Science“ (LNCS) bei Springer veröffentlicht.
Das Programm der Konferenz umfasste Keynotes, Panels, wissenschaftliche Vorträge, Poster und Demos. Thematisch deckte die Konferenz ein breites Spektrum ab: von Anwendungen in Industrie, Medizin und Bildung über Kulturerbe und Serious Games bis hin zu Digital Twins.