25 Mar 2021

Big Data goes spatial

BIM-Lifecycle mit Zuordnung der Forschungsfelder im i3mainz. i3mainz, aufbauend auf Leitfaden Geodäsie und BIM. Version 2.1, Bühl/München, 2020, 2.1 BIM Methoden zur Modellierung von Bauwerken, S. 21., CC BY SA 4.0

Auf dem 198. DVW-Seminar “BIM und Vermessung”, welches die Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement am 19. März 2021 in einer online-Veranstaltung durchführte, stellten Kira Zschiesche und Bastian Plaß Themen aus den Umfeld “Building Information Modeling”, kurz BIM vor.

Zunächst sprach Bastian Plaß über das Thema “Scan-to-BIM durch multisensorale Bauwerkserfassung und intelligente Software-Methoden”. Scan-to-BIM beschreibt den Vorgang, ein digitales Gebäudemodell (BIM) anhand einer 3D-Punktwolke zu rekonstruieren. Im Rahmen seiner Dissertation untersucht Plaß die Möglichkeit, Teilaufgaben des bis dato manuellen und zeitaufwendigen Scan-to-BIM Prozesses durch Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) zu automatisieren. Sein Ziel ist es, mit Hilfe von KI Punktwolken von Bauwerken in BIM-fähige CAD-Modelle zu überführen. In seinem Votrag ging Plaß auf die Ergebnisse einiger Projekte des i3mainz aus dem Bereich BIM4Care ein, welche den Aspekt der häuslichen Pflege in Verbindung mit Gebäudemodellen untersuchen.

Kira Zschiesche berichtete über ihre Arbeit im Bereich “BIM in der Praxis: Ansätze zur Integration von Structural Health Monitoring (SHM) in ein Bestands-BIM”. Ihre Arbeit setzt ein Bestands-BIM voraus, in welches strukturelles Bauwerksmonitoring intergriert wird, um einen Beitrag in Richtung Smart-Building zu leisten. Ausgehend von der Forschung am i3mainz mit dem Modularen Digitalkameratachymeter stellte Kira Zschiesche ihre Arbeit zum Thema Schwingung an Brücken vor. Für den Import der gewonnenen Daten in ein BIM untersuchte sie verschiedene Plugins und deren Anwendbarkeit.

Beide Bereiche werden sich am i3mainz in Zukunft verzahnen.