Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

Intervention am Mainzer Eisenturm

In neu erfahrbarer Umgebung präsentiert sich derzeit der Mainzer Eisenturm an der Rheinstraße, denn ein komplexes, wenngleich sehr filigranes Holzkonstrukt umfängt ihn nicht nur, es läuft auch durch den Torbogen hindurch. Konzipiert und umgesetzt wurde der sogenannte MainzWiesbadenTurm wie auch die Ausstellung im Innern des Turms durch Architektur-Studierende der Hochschule Mainz mit Unterstützung des i3mainz. Am 11. September fand im Rahmen des Architektursommers Rhein-Main 2015 die feierliche Vernissage statt.

Der Eisenturm, einer von drei noch erhaltenen Türmen der Mainzer Stadtmauer, der seinen Namen dem bis ins 19. Jahrhundert dort stattfindenden Eisenmarkt verdankt, steht, aus seinem ursprünglichen architektonischen Zusammenhang gerissen, etwas verloren zwischen mächtigen Nachkriegsbauten. Er beherbergt heute den Kunstverein Eisenturm Mainz.

Dieser lud nun anlässlich seines vierzigjährigen Bestehens die Architektur-Studierenden des 2. Semesters im Bachelor-Studiengangs unter der Leitung von Prof. Kerstin Molter und Prof. Dr. Julius Niederwöhrmeier zu einem Kooperationsprojekt ein: Ihre Aufgabe war es, das Umfeld des Turms durch eine architektonische Intervention zum Leben zu erwecken, den Turm in den Kontext des alltäglichen Lebens seiner Umgebung zu rücken. Dokumentiert wird die Entstehung der Konstruktion im Freien durch eine Ausstellung im Innern des Eisenturms.

Während der gesamten Planungs- und Umsetzungsphase erhielten die Studierenden vermessungstechnische Unterstützung von Carina Justus und Stefan Mehlig vom i3mainz. Diese nahmen zunächst mit dem Laserscanner P20 den Eisenturm und seine Umgebung mit Hilfe von fünf Scannerstandpunkten auf. In der daraus resultierenden Punktwolke war es den Architekten möglich, den Holzring zu platzieren. Die beiden Vermesser konnten daraus die entsprechenden Koordinaten ermitteln, um diese in einem zweiten Schritt vor Ort abzustecken.

Bis zum 4. Oktober 2015 kann die Ausstellung am Eisenturm besucht und genutzt werden. Danach, so die Hoffnung der Organisatoren, soll die Intervention eine neue Wirkungsstätte finden.

Eckdaten

Mitteilung vom 17.09.2015
Ansprechpartner:
Titelbild:
  • 3D-Punktwolke und architektonische Intervention als CAD-Plan fĂĽr die Absteckung der FuĂźpunkte
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