Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

Harbours in Space and Time – Vorstellung des European Harbour Data Repository

Im Rahmen der internationalen Konferenz “Harbours in Space and Time” Anfang Oktober in Mainz wurde das European Harbour Data Repository vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Metadatensammlung, welche die im Schwerpunktprogramm (SPP) 1630: „Häfen von der Römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter“ untersuchten Standorte zum Thema Hafen an einer zentralen Stelle zusammenfasst.

Der internationale Kongress, der die zweite dreijährige Förderperiode des Schwerpunktprogramms abschließt, hatte das Ziel, die innerhalb des SPP im Laufe von sechs Jahren Forschungstätigkeit erzielten Ergebnisse einem internationalen Fachpublikum zugänglich zu machen. Fachvorträge wurden aus den insgesamt 18 Projekten des SPP, an dem etwa 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt sind, gehalten. Die Organisation lag beim Römisch-Germanischen Zentralmuseum und dem Museum für Antike Schiffahrt in Mainz. Für das Projekt „Datenzusammenführung“ waren Dr. Lukas Werther von der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie Prof. Hartmut Müller und Sebastian Steppan vom i3mainz vor Ort.

Die Konferenz vereinigte Teilnehmende aus allen interdisziplinären Einzelprojekten des Schwerpunktprogramms im Erbacher Hof zur Diskussion der im SPP erzielten Ergebnisse. Darüber hinaus fanden sich internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein, um von ihrer eigenen Hafenforschung zu berichten. Von den Häfen der Bronzezeit an der englischen Kanalküste über mittelalterliche „Mega-Cities“ bis hin zur geophysikalischen Wiederentdeckung von Rungholt, wurde ein breites Spektrum historisch-archäologischer Themengebiete abgedeckt.

Am zweiten Konferenztag stellten Hartmut Müller und Lukas Werther als Ergebnis der projektübergreifenden Datenzusammenführung das „European Harbour Data Repository“ vor. Hier sind die in den Einzelprojekten erfassten hafenrelevanten Daten zur Langzeitverfügbarkeit auf den Servern der digitalen Bibliothek Thüringen gespeichert und können frei verwendet werden. Neben der Verfügbarkeit als Excel und CSV-Dateien werden die Daten als Webservices in der Harbour Research Environment (HARE) Web-Applikation bereitgestellt. Dies ermöglicht projektübergreifende Analysen bezügliche hafenrelevanter Fragestellungen.

Das Datenrepositorium fand bei den Zuhörern großen Anklang. Im Nachgang des Vortrags und der Konferenz suchten mehrere Teilnehmer das Gespräch mit dem Team der Datenzusammenführung, um mehr über dieses Projekt zu erfahren. Somit ergab die Konferenz eine gute Bühne für die Sichtbarmachung und die hoffentlich auch rege Nutzung der Hafendaten.

Eckdaten

Mitteilung vom 10.10.2018
  • – Dr. Lukas Werther, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Titelbild:
  • Gruppenfoto der Konferenz, Foto: SPP Häfen
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