Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

Das i3mainz auf der CAA in Krakau

In der Woche nach Ostern, vom 23.-27. April, fand in Krakau die Konferenz CAA 2019 - Computer Applications & Quantitative Methods in Archaeology statt. Die CAA ist eine internationale Organisation, die Archäologen, Mathematiker und Informatiker zusammenbringt, um die Kommunikation zwischen diesen Disziplinen zu fördern, einen Überblick über die aktuellen Arbeiten zu geben und den Blick in die Zukunft zu wagen.

Aus dem i3mainz reiste Carina Justus nach Polen, um das Projekt "ARS3D-African Red Slip Ware digital – 3D-Dokumentation für die multiperspektivische Analyse einer zentralen Objektgattung der Spätantike" vorzustellen. ARS3D ist ein Kooperationsprojekt mit dem Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie (RGZM) und wird vom BMBF gefördert.

Ziel des Projekts ist es, die reliefverzierte ARS des RGZM in 3D zu erfassen und in einem 3D-Viewer zu präsentieren. Auasserdem werden die Daten ontologisch modelliert und als Linked Open Data veröffentlicht. In ihrem Vortrag stellte Justus die Schritte vor, die hierzu notwendig sind:
Zusätzlich zu der Erfassung der Keramiken durch Streifenprojektion wird die Textur und Farbe der Oberflächen photogrammetrisch aufgenommen, Textur und 3D-Daten werden anschliessend geometrisch korrekt aufeinander projiziert.
In einem auf 3DHOP (3D Heritage Online Presenter) basierenden Viewer können die Modelle von allen Seiten und unter variablen Lichtverhältnissen betrachtet und analysiert werden. Dort können aber auch einzelne Motive der Appliken selektiert werden, um sie onthologisch einzuordnen und zu deuten oder um eine Ähnlichkeitsanalyse vorzunehmen. Diese kann helfen zu klären, ob etwa zwei Appliken identisch oder nur ähnlich sind, sprich, ob sie aus derselben Werkstatt kommen oder nicht. Da durch den Herstellungsprozess die ursprünglich flachen Appliken, je nach Gefässtypen, unterschiedlich verformt sind, muss diese Verformung zunächst rechnerische kompensiert werden.

Da ARS3D ein Kooperationsprojekt zwischen i3mainz und RGZM ist, verwundert es nicht, dass in Krakau ein zweiter Vortrag zu demselben Projekt von Florian Thiery vom RGZM gehalten wurde. Er sprach vor allem über die Ontologie und die Veröffentlichung der Daten als Linked Open Data.

Eckdaten

Mitteilung vom 13.05.2019
Ansprechpartner:
Titelbild:
  • Carina Justus bei ihrem Vortrag in Krakau, Foto: Florian Thiery, CC-BY-SA 4.0
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