Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

Spatial Humanities

Unter Spatial Humanities verstehen wir am i3mainz mess- und informationstechnische Anwendungen in den Geisteswissenschaften. Dabei liegt der Schwerpunkt in der Erfassung und Verarbeitung raumbezogener Daten, also Anwendungen der Geoinformatik und der geometrischen Objektdokumentation im Umfeld archÀologischer, historischer und kulturgeschichtlicher Fragestellungen.
 
In einer Reihe von Projekten in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Kooperationspartnern hat das i3mainz, vom Land Rheinland-Pfalz viele Jahre als “Kompetenzzentrum fĂŒr Informationstechnik in den Geisteswissenschaften” gefördert, umfangreiche Kompetenzen und entsprechende personelle und technische Infrastruktur aufgebaut.
 
“Spatial Humanities” sind als Teilgebiet der im geisteswissenschaftlichen Umfeld angesiedelten “Digital Humanities” (auch “e-Humanities” genannt) einzuordnen. Wir sehen Spatial Humanities als das Teilgebiet, in dem das i3mainz seine spezifischen, mit dem Raumbezug operierenden Kompetenzen in die Etablierung dieses innovativen Wissenschaftsfeldes einbringt.
 

 

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Frank Boochs

Tel.: +49 6131-628-1432
Fax.: +49 6131-628-91432

Prof. Dr. phil. Kai-Christian Bruhn

Tel.: +49 6131-628-1433
Fax.: +49 6131-628-91433

Meldungen

Projekte

Ziel des Projekts DikoS ist es, ein Digitalisierungskonzept fĂŒr unterirdische Bergwerke und obertĂ€gige SteinbrĂŒche zu erstellen. Die angestrebten Digitalisate sollen der wissenscha

Das i3mainz unterstĂŒtzt das Heliopolis-Projekt im Kairener Stadtteil Mataryia mit dem Ziel, das Forschungsdatenmanagement der Grabung zu erarbeiten und umzusetzen. Die Ergebnisse d


Publikationen

COSCH - Vier Jahre interdisziplinÀrer Dialog zum Nutzen des kulturellen Erbes.

2017

S. Wefers

RTF

KulturBetrieb - Magazin fĂŒr innovative und wirtschaftliche Lösungen in Museen, Bibliotheken und Archiven








book review: M. MaƙíkovĂĄ, Ch. Zschieschang (Hrsg.), WassermĂŒhlen und Wassernutzung im mittelalterlichen Ostmitteleuropa. Forschungen zur Geschichte und Kultur des östlichen Mitteleuropa 50 (Stuttgart 2015)

2017

S. Wefers

RTF

Zeitschrift fĂŒr Ostmitteleuropa-Forschung








Katastrophenmanagement: Die geflutete Stadt

2017

C. Prudhomme

RTF

n.A.








Ontology-based Knowledge Representation for Recommendation of Optimal Recording Strategies - Photogrammetry and Laser Scanning as Examples.

2017

S. Wefers

RTF

gis.Science

Experts’ knowledge about optical technologies for spatial and spectral recording is logically structured and stored in an ontology-based knowledge representation with the aim to provide objective recommendations for recording strategies. Besides operational functionalities and technical parameters such as measurement principles, instruments, and setups further factors such as the targeted application, data, physical characteristics of the object, and external influences are considered creating a holistic view on spectral and spatial recording strategies. Through this approach impacting factors on the technologies and generated data are identified. Semantic technologies allow to flexibly store this knowledge in a hierarchical class structure with dependencies, interrelations and description logic statements. Through an inference system the knowledge can be retrieved adapted to individual needs.


The Labelling System: A Bottom-up Approach for Enriched Vocabularies in the Humanities

2016

F. Thiery; T. Engel

RTF

43rd Annual Conference on Computer Applications and Quantitative Methods in Archaeology, CAA 2015

Shared thesauri of concepts are increasingly used in the process of data modelling and annotating resources in the Semantic Web. This growing family of linked data resources follows a top-down principle. In contrast, the Labeling System follows a bottom-up approach, enabling scientists working in the digital humanities to manage, create and publish their own controlled vocabularies in SKOS (Simple Knowledge Organization System). The created concepts can then be interlinked with well-known LOD (Linked Open Data) resources, a process named the ‘Labeling Approach’. The Labeling System is domain independent, while uniting perspectives of different scientific disciplines on the same label and therefore contributing to interdisciplinary collaboration for building up cross and inter-domain linked data communities. This paper addresses principles of the Labeling System in the light of archaeological use cases.


3D-Scanning und virtuelle 3D-Modelle zur UnterstĂŒtzung der Untersuchung und virtuellen Rekonstruktionen des Grabmals von Frankfurt am Main - Zeilsheim

2016

A. Cramer; G. Heinz; C. Justus; T. Reich

RTF

P. Fasold, A. Hampel, M. Scholz, M. Tabaczek, Der römische Bestattungsplatz von Frankfurt am Main - Zeilsheim. Grabbau und GrÀber der provinzialen Oberschicht








Produktion und Technik

2016

S. Wefers; J. Drauschke; F. Daim

RTF

Byzanz. Historisch-kulturwissenschaftliches Handbuch.








Ein Industrieviertel im Zentrum von Ephesos - die WassermĂŒhlen im Hanghaus 2

2016

S. Wefers

RTF

Drittes Wissenschaftliches Netzwerk der Abteilung Istanbul des Deutschen ArchÀologischen Instituts

Die luxuriös ausgestatteten Wohneinheiten des am Nordhang des BĂŒlbĂŒldağ gelegenen Hanghauses 2 wurden im 3. Viertel des 3. Jhs. durch eine schwere Erdbebenserie zerstört. Statt die Wohnungen wiederaufzubauen, wurden bereits kurze Zeit nach der verheerenden Katastrophe mit Wasserkraft angetriebene MĂŒhlen eingerichtet. Im Befund sind insgesamt acht Wasserradgerinne mit jeweils einer zugehörigen MĂŒhlstube bzw. Werkstatt erhalten. Sie lassen sich drei Bauphasen zuordnen, die in das 4., 5./6. und Ende des 6./Anfang des 7. Jahrhunderts datieren. In der am besten erhaltenen Phase sind insgesamt fĂŒnf RĂ€der hintereinandergeschaltet. Neben einer SteinsĂ€ge wurden vier MahlgĂ€nge zur Mehlproduktion angetrieben. Eine große Personenanzahl konnte so mit dem wichtigsten Grundnahrungsmittel versorgt werden. Die MĂŒhlenanlage wird in den stĂ€dtischen Kontext von Ephesos gesetzt und mit anderen MĂŒhlenanlagen verglichen.