Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

i3mainz auf der Medica 2013 in Düsseldorf

Auf der Medica 2013 vom 20. – 23. November in Düsseldorf präsentierte das i3mainz das 3P-GM-System (Personalized Pollen Profiling and Geospatial Mapping). Dieses besteht aus einem Sampler, einer App und einem Auswertungssystem zur Bestimmung der persönlichen Pollenbelastung.

Der nur 70 Gramm schwere Personal Pollen Sampler erfasst in konfigurierbaren Abständen die vorhandenen Pollen und speichert diese auf einem Streifen mit adhäsivem Material. Der Streifen wird in einer Kassette des Geräts in regelmäßigen Abständen weiter transportiert. Dadurch entsteht ein chronologisches Profil aller in der Umgebung befindlichen Pollen. Gleichzeitig speichert das Gerät ergänzende Daten wie Position, Luftdruck, Feuchtigkeit und Temperatur. Mit Hilfe der Sampler App kann der Allergiker subjektive Symptome zum Zustand seiner Nase, Bronchien und Augen aufzeichnen und in einem zentralen Service speichern. Das Auswertungssystem analysiert durch bildgestützte Verfahren die Pollenaufzeichnung. Es bestimmt die konkreten Pollentypen, korreliert diese mit den persönlichen Symptomen und speichert alle Daten in dem zentralen 3P-DataStorage zur weiterführenden Verarbeitung.

Durch den Einsatz von 3P-GM bei klinischen Studien im Bereich allergischer Immuntherapien werden für die exakte Bestimmung der individuellen Pollenexposition erheblich weniger Probanden pro Studie benötigt. Dadurch werden die Studienkosten signifikant reduziert, bei gleichzeitiger Erhöhung der Aussagegenauigkeit. Durch den Einsatz von 3P-GM in Arztpraxen ist eine exakte, nicht invasive Anamnese der Allergieart und auch des persönlichen Schwellwerts möglich. Sie versetzt den Arzt in die Lage, seine Patienten individuell zu therapieren.

Rund 17 Millionen Menschen sind in Deutschland von einer Pollenallergie betroffen – Tendenz deutlich steigend. Der Bedarf an neuen diagnostischen Methoden und personalisierten Therapien wächst. Das Kernproblem einer exakten therapiebegleitenden Diagnostik ist die mangelnde Information über die Menge und Art der Pollen, der die Allergiker ausgesetzt sind.

Eckdaten

Mitteilung vom 27.11.2013
Titelbild:

Nachrichten

Zwischen dem RGZM und dem i3mainz besteht seit mehr als 20 Jahren eine enge Zusammenarbeit, die seit April 1997 im Projekt „Informationstechnik und...

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