Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

i3mainz und Lehreinheit am Wissenschaftsmarkt 2014

Zum 13. Mal lockte der Mainzer Wissenschaftsmarkt am 13. und 14. September ein neugieriges Publikum zum Staunen, Lernen, Fragen, Basteln und Diskutieren auf den Gutenbergplatz in der Mainzer Innenstadt ein. Das i3mainz und die Lehreinheit Geoinformatik und Vermessung waren mit drei Projekten in zwei Zelten vertreten, wo i3mainz-Mitarbeiter und Professoren einem an den unterschiedlichsten Themen interessierten Publikum Rede und Antwort standen.

Unter dem Titel "Moderne Deformationsmessungen an Bauwerken wie Brücken" konnten die Besucher am Modell einer Hängebrücke Kräfte und Deformationen simulieren und autonome Messung verfolgen. Neben Brücken sind auch andere große Gebäude, etwa Staudämme, starken Kräften ausgesetzt und müssen regelmäßig vermessen werden. So können selbst kleine Veränderungen erkannt und Katastrophen vermieden werden. Mit modernen Messstationen geschieht dies autonom, schnell und hochgenau.  

Daneben führten die Vermesser unter dem Titel "Die Mainzer Jupitersäule im digitalen dreidimensionalen Raum" vor, wie mit Hilfe eines Streifenlichtscanners ein dreidimensionales Modell angefertigt werden kann. Von der Mainzer Jupitersäule, einem Denkmal zu Ehren des römischen Gottes Jupiter existieren, wie bei vielen archäologischen Objekten, nur noch vereinzelte Fragmente. Im Scan-Verfahren können digitale 3D-Modelle des Originals erstellt werden, aus welchen der 3D-Drucker reale Objekte erzeugt. Um die Originale vor Zerstörung zu schützen, arbeiten viele Forscher an derartigen Repliken.

Im gegenüberliegenden Zelt waren unter dem Titel "Luftpost im Web – Geoinformation für alle" Projekte aus der Umwelt- und Gesundheitsforschung zusammengefasst, die sich mit Luftströmungen und Visualisierung in Karten beschäftigen. Zur publikumswirksamen Darstellung des Themas verteilte das i3mainz Luftballons, welche, versehen mit einer individuell codierten Postkarte, in den Himmel über Mainz und in Richtung Südwesten flogen. Der Finder des Ballons kann mit Hilfe des Codes Fundort und Zeitpunkt in der OpenBalloonMap.org eintragen, wo der Versender des Ballons nachsehen kann, ob und wo sein Ballon gefunden wurde. Das i3mainz nutzt die "OpenBalloonMap", um Grundlagen der Geoinformatik und damit verknüpfte Projekte zu präsentieren.

Das größte thematisch daran anknüpfende Projekt beschäftigt sich mit Pollen. Einerseits geht es um die Erstellung eines persönlichen Pollen und Beschwerdeprofils für Allergiker mit Hilfe des Personal Pollen Samplers und der Personal Pollen Sampler App, andererseits um die Klassifizierung der Pollen mittels bildgestützter Analysen.

Das zweite große Projekt, BANG, hat das Ziel, an Sensoren gemessene Bioaerosol-Daten mit weiteren relevanten raumbezogenen Daten zu verknüpfen. Das entwickelte System soll eine visuelle Analyse der Zusammenhänge ermöglichen, welche durch Geoprozessierung unterstützt werden kann.

Ebenfalls um Visualisierung geht es bei dem Projekt TweetMap, bei welchem nach bestimmten Kriterien gefilterte Tweets ĂĽber Karten und Diagramme dargestellt werden.

Wir freuen uns bereits auf den nächsten Wissenschaftsmarkt!

Eckdaten

Mitteilung vom 18.09.2014
Titelbild:
  • Wissenschaft unter der Aufsicht von Gutenberg
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