Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

Roboter und Künstliche Intelligenz: ZIRP-Einladung an der Hochschule Mainz

Am 14. März lud die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V. Salvatore Barbaro, seit 2016 Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, sowie ausgewählte Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Wissenschaft und Wirtschaft zur Besichtigung des Robolab an der Hochschule Mainz ein. Thema des Abends war „Robotik und Künstliche Intelligent-Entwicklung und Anwendung“. Anliegen der ZIRP ist es, im gemeinsamen Engagement von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur das Land Rheinland-Pfalz zu stärken. Sie fördert den Dialog verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und gibt Impulse für zukunftsweisende Themen und Projekte.

Das Robolab wurde am 5. Mai 2017 als interdisziplinäres Labor für angewandte Robotertechnik eingeweiht  und setzt sich aus den drei Teilbereichen „Messtechnik, digitale Fertigung und Mensch-Maschine-Interaktion, verteilt über die Standorte Holzstrasse, Wallstraße und Campus der Hochschule Mainz, zusammen.  

Zunächst erhielten die Gäste einen Einblick in die Arbeitsweise der vor Ort befindlichen Roboter. Der einzige ständig am Campus angesiedelte Vertreter des Robolab ist ein KUKA Industrieroboter KR 16-2 KS für die Messtechnik, der in einen mobilen Roboter MP-800 integriert ist. Der 6-Achs Roboter erlaubt eine Traglast bis 18 kg und ist damit geeignet, die Referenzsysteme beim optischen Tracking, einen Scanner oder andere Messgeräte zu positionieren. Songül Polat und Tobias Reich unterstützten die Masterstudenten Alexander Rolwes, Thomas Müller und Sandro Mertens, die die Resultate ihrer Projektarbeit vorstellten. Ein Ziel der Arbeit war, die automatisierte dreidimensionale Objekterfassung weiterzuentwickeln: Für die Verknüpfung von Punktwolken werden im Allgemeinen Referenzpunkte benötigt, über welche die Beziehung zwischen zwei Punktwolken hergestellt werden kann. Etwa im Zusammenhang mit antiken oder besonders sensiblen Objekten, auf denen die Anbringung von Referenzpunkten nicht möglich ist, ist eine Verknüpfbarkeit der Punktwolken von Objekten ohne Referenzpunkte notwendig. Realisiert wird diese Verknüpfung über die Beziehung zwischen dem Koordinatensystem des Industrieroboterarms und dem des optischen Messsystems. Diese Beziehung bietet eine automatisierte Messung an, welche sowohl zeit- als auch kostensparend ist.

Um einen Ortswechsel zu vermeiden hatte Prof. Olaf Hirschberg das mobile CMOCOS MotionControl System, welches sonst am Standort Wallstrasse steht, für diese Veranstaltung zum Campus gebracht. Das System basiert auf dem sensitiven Leichtbauroboter iiwa der Firma KUKA. Es ermöglicht menschensichere High-Speed Bewegungen und bietet präzise Bewegungskontrolle für den Einsatz im Bereich Mensch-Maschine-Interaktion.

Prof. Klaus Teltenkötter vom Fachbereich Gestaltung stellte in seinem Impulsvortrag nicht nur die einzige Komponente des Robolab vor, die nicht vor Ort war, den stationären Industrieroboter KR 60 HA der Firma KUKA. Er zeigte auf, welche Möglichkeiten für interdisziplinäre Forschungsprojekte er dem Robolab  im Bereich der digitalen Fertigung beimisst. Beispielhaft kann auf das Projekt „Real-virtuell-real: Vom Plüschtier zum Designobjekt“ hingewiesen werden, welches er mit dem i3mainz realisierte. Schließlich konnte er auch den Bogen zum Beginn der Veranstaltung schlagen, zu dem Treffpunkt im Foyer der Hochschule, wo das beeindruckende Produkt des von ihm betreuten Projekts „Individual Motion Space“ steht.  Die Virtual-Reality-Anwendung ermöglicht es, über die eigene Körperbewegung individuell gestaltete Räume in Echtzeit zu erschaffen, um sie anschließend mit digitalen Fertigungstechnologien in den realen Raum zu überführen. Die daraus resultierende Skulptur wurde mithilfe des Industrieroboters aus dem Robolab gefertigt.

Abschliessend referierte Dr. Damian Borth vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in einem zweiten Impulsreferat über den Stand der Forschung zu Künstlicher Intelligenz (KI) und seine Einschätzung über die damit verbundenen Chancen und Risiken.

Im August 2018 will die ZIRP eine mehrtägige Veranstaltung zum Thema KI in Kaiserslautern anbieten.

Eckdaten

Mitteilung vom 16.03.2018
  • – Sandro Mertens
  • – Thomas Müller
  • – Alexander Rolwes
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