Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

mainzed - Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften

Am 6. November 2015 unterschrieben die sechs Partner des Mainzer Zentrums für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften, mainzed im Rahmen der Jahresfeier der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz die Vereinbarung zur Gründung. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hob anschließend in ihrem Grußwort zur Feier mainzed als bedeutende Initiative des Wissenschaftsstandortes Mainz heraus. Sie betonte dabei das Engagement von Prof. Dr. Kai-Christian Bruhn, dem Direktor des Zentrums. Seit 2008 ist Prof. Bruhn an der Hochschule in der Fachrichtung Geoinformatik und Vermessung und am i3mainz, Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik, tätig, und hält damit die deutschlandweit erste interdisziplinäre und zugleich hochschulübergreifende Professur für Archäologie und Informationstechnik.

An der Gründung von mainzed war das i3mainz federführend beteiligt und trägt auch einen wesentlichen Anteil an dem hochschulübergreifenden Studiengang "Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften", dessen Einrichtung für das Wintersemester 2016/2017 geplant ist. mainzed ist eine Initiative von sechs wissenschaftlichen Einrichtungen am Standort Mainz mit dem Ziel, ein Mainzer Profil in den digitalen Geistes- und Kulturwissenschaften zu entwickeln. Partner der Hochschule Mainz in mainzed sind die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), das Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V., das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte und das Römisch-Germanische Zentralmuseum.

Das i3mainz kann auf eine lange Tradition in der Kooperation insbesondere mit den archäologischen Fächern zurückblicken. Seit fast zwei Jahrzehnten arbeitet das Forschungsinstitut eng mit dem RGZM im Kompetenzzentrum für Raumbezogene Informationstechnik in den Geisteswissenschaften im Bereich der archäologischen Dokumentation und Prospektion zusammen. Maßgeblich wurde dabei die Etablierung moderner Messverfahren in der Archäologie unterstützt. Sie ging Hand in Hand mit der Aufbereitung und webbasierten Bereitstellung digitaler Information und mit dem Einsatz von Geographischen Informationssystemen (GIS) für die Analyse raumbezogener Information in den Altertumswissenschaften.

Im Fokus aktueller Forschungen am i3mainz steht die digitale Formalisierung der Semantik raumbezogener Information, deren Bereitstellung über webbasierte Technologien und die Verknüpfung der Informationen über die Semantik, also die Bedeutungsebene. In den vergangenen Jahren entwickelte das Institut dafür eine Reihe konkreter Softwarelösungen. Zusammen mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur bietet das i3mainz mit dem GenericViewer eine webbasierte Anwendung für die semantische Annotation von 3D-Informationen. In Kooperation mit dem Institut für Europäische Geschichte ist das Labeling-System entstanden, das die semantische Modellierung von Fachbegriffen und Vokabularen ermöglicht. Daneben fließen die Erfahrungen aus der Konzeption von Geodateninfrastrukturen in die praktische Entwicklung von forschungsdateninfrastrukturellen Lösungen für den Austausch und die Analyse von Geoinformation insbesondere im altertumswissenschaftlichen Kontext.

Eckdaten

Mitteilung vom 09.11.2015
Titelbild:
  • v.l.n.r.: Prof. Dr. Kai-Christian Bruhn (Direktor mainzed), Prof. Dr.-Ing. Gerhard Muth (HMZ), Prof. Dr. Falko Daim (RGZM), Prof. Dr. Irene Dingel (IEG), Prof. Dr. Gernot Wilhelm (ADW), Prof. Dr. Michael Matheus (IGL), Prof. Dr. Georg Krausch (JGU), Prof. Dr. Klaus Pietschmann, stellv. Direktor mainzed
,

Nachrichten

Mit den Keilschrifttafeln aus Haft Tappeh im Südwesten des Iran befasst sich ein im September gestartestes, DFG-gefördertes Forschungsprojekt von…

In diesem Jahr tagte die AG CAA, Computeranwendungen und Quantitative Methoden in der Archäologie, am 23. und 24. September in Wilhelmshaven.