Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

Kleinigkeiten am Wissenschaftsmarkt

„Kleinigkeiten ganz groß“, unter diesem Titel präsentierte sich das i3mainz auf dem 14. Mainzer Wissenschaftsmarkt vom 12. bis 13. September 2015 auf dem Gutenbergplatz. Besagte Kleinigkeiten lassen sich unter dem Begriff „Bioaerosole“ zusammenfassen: Pilzsporen, Pollen, tierische und pflanzliche Zellfragmente, Bakterien.

Gemeinsam mit Viviane Després und ihrem Team vom Institut für Allgemeine Botanik stellte das i3mainz seine Resultate aus dem BANG-Projekt vor: Mit „Bioaerosol Analysis Network and Geoinformatics“ soll erstmalig und umfassend das komplexe Zusammenspiel zwischen Bioaerosolen und vielfältigen geologischen, meteorologischen und biologischen Faktoren erforscht werden. Anhand von Modellen wird zunächst der Transport von Partikeln in der Atmosphäre simuliert. In Karten wird anschließend dargestellt, woher die Luft in den jeweiligen Wochen hauptsächlich stammte und welche Pflanzenpopulationen sie dabei überflogen hat. Das Projekt soll verbesserte Prognosen über die Verbreitung von Bioaerosolen in der Luft ermöglichen und Erkenntnisse in den Bereichen Medizin und Gesundheit liefern.

Thematisch angrenzend sind die Forschungen des i3mainz im Bereich Klassifizierung von Pollenkörnern mit Hilfe von Bildverarbeitung, Merkmalsextraktion und maschinellem Lernen. Am Bildschirm konnten die Besucher verfolgen, wie das System auf der Grundlage von 340 Bildern eines digitalen Lichtbildmikroskops momentan fünf verschiedenen Pollenarten aufgrund ihrer Form, Oberflächenstruktur und der Aperturen (Keimöffnungen) analysiert. Bei Tests lag die Genauigkeit der Pollenerkennung zwischen 90 und 97 Prozent.

Zwei weitere Mikroskope ermöglichten den Besuchern mit Hilfe verschiedener Präparate, in die Welt der Biologie einzutauchen. Gegen nachlassende Konzentration schaffte das „Kleinigkeiten ganz groß“-Memory Abhilfe und das Quiz zum Thema brachte einige Köpfe zum Rauchen. Die Gewinnerinnen und Gewinner sind bereits informiert.


Im Nachbarzelt gab die Geoinformatik und Vermessung im Rahmen des Programms Probieren vor dem Studieren einige Einblicke in das Studium an der Hochschule Mainz. Hier kam unter dem Titel „99 Luftballons – Von Flugbahnen und Luftströmen“ das Projekt OpenBalloonMap - Luftpost im Netz erneut zum Einsatz.

Nach zwei Tagen voller interessanter Fragen und Gespräche am eigenen Stand sowie ungezählten Eindrücken und ebenso interessanten Unterhaltungen an Ständen anderer Institutionen, etwa ehemaliger oder potentieller Kooperationspartner, bleibt festzuhalten: Der Wissenschaftsmarkt der Mainzer Wissenschaftsallianz hat sich als unverzichtbare Plattform zum Austausch zwischen Bürgern und Wissenschaftlern ebenso wie zwischen letzteren untereinander etabliert. Wir freuen uns bereits auf den Nächsten!

Eckdaten

Mitteilung vom 15.09.2015
  • – Angelique PrĂĽĂź
Titelbild:
  • Der Stand von i3mainz und Allgemeiner Botanik der JGU am Wissenschaftsmarkt 2015
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