Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

Informationstechnik und Archäologie 2015

Im Projektjahr 2015 konnten nicht nur bestehende Projekte fortgeführt und neue Forschungsarbeiten begonnen werden, sondern es entstanden auch interessante Abschlussarbeiten für die Studenten der Lehreinheit Geoinformatik und Vermessung.

Ein Schwerpunkt im Jahr 2015 lag in der webbasierten plattform- und browserunabhängigen 3D-Visualisierung. So entstand beispielsweise die Abschlussarbeit von Luise Fritsch mit dem Titel „3D-Scanning, Analyse und Webbasierte Visualisierung“ (betreut von Guido Heinz). Die Arbeit beschäftigt sich mit den 2014 aufgenommen 3D-Daten einer Ofenrekonstruktion am Labor für Experimentelle Archäologie des RGZM. Ihre Aufgabe bestand neben der Auswertung der 3D-Daten auch in der 3D-Visualisierung mit den frei verfügbaren JavaScript-Bibliotheken SpiderGL und 3DHOP. Die Ergebnisse stehen jetzt den Archäologen webbasiert zur Verfügung. Weiterhin wurden 2015 die Daten aus dem bereits 2012 abgeschlossenen Projekt „Anwendung moderner Phasenscanner in der Dokumentation antiker Kulturgüter“, in dem das i3mainz die Werkstätten im Hanghaus 2 in Ephesos Türkei dokumentierte, analysierte und präsentierte, über frei zur Verfügung stehende Werkzeuge webbasiert präsentiert. Auf der Projektseite des RGZM können jetzt sowohl die 3D-Punktwolke über das 3D-Visualisierungswerkzeug potree als auch die Panoramabilder als ein virtueller Rundgang betrachtet werden.

Auch im RGZM-Projekt „Dokumentationsarbeiten in der thrakischen Hafenstadt Ainos (Türkei)“ konnte von Seiten des i3mainz die geometrische Aufnahme vor Ort fortgeführt und die Daten in die bereits 2014 aufgebaute PostGIS-Datenbank integriert werden (siehe eigenen Projektbericht).

Neben dem Präsentieren und Speichern war auch die 3D-Aufnahme von archäologischen Objekten zur Dokumentation und zur Analyse im Projektjahr ein Schwerpunkt der Kooperation. Als beeindruckendes Objekt ist hier die Totenmaske des Pharao Tutanchamun zu nennen, weitere Einzelheiten dazu sind im gesonderten Beitrag „Beim Barte des Tutanchamun“ auf der Homepage bzw. im Jahresbericht unter „3D-Aufnahme der Totenmaske des Pharaos Tutanchamun“ nachzulesen.

Im Bereich der webbasierten Forschungsdatenbanken wurden 2015 Aktualisierungen und Anpassungen am Interface durchgeführt, um die Nutzbarkeit weiterhin sicher zu stellen. Davon ist insbesondere die Verwendung von Java-Applets betroffen, die von den aktuellen Browserversionen nur noch sehr eingeschränkt unterstützt wird. Hier wurden die entsprechenden Funktionalitäten durch JavaScript-basierte Werkzeuge und andere HTML-5 basierte Techniken ersetzt.

Eckdaten

Mitteilung vom 12.02.2016
  • – Luise Fritsch B.Sc.
Titelbild:
  • Snapshot von der 3D-Punktewolke von Ephesos im Internetbrowser.

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