Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

Informationstechnik und Archäologie 2016

AKTIVITÄTEN

Im Projektjahr 2016 konnte das i3mainz mit seinen Ressourcen das RGZM in verschiedenen Projektvorhaben maßgeblich unterstützen. Es konnten vorhandene gemeinsame Arbeiten weiter bearbeitet und neue Vorhaben begonnen werden.

Neben der Unterstützung beim Aufbau und Messen von globalen Referenzpunktfeldern wurden auch 3D-Messungen sowohl mit terrestrischen Laserscannern also auch mit Streifenlichtprojektoren und SfM-basiert mit Spiegelreflexkameras durchgeführt.

Unter anderem fanden GNSS-Messungen in Herforst / Eifel, die die Grundlage für geophysikalische Prospektionen darstellten, statt. Weiterhin arbeitete Tanja Hacken, Studentin der Lehreinheit Geoinformatik und Vermessung, zusammen mit Guido Heinz (RGZM) bei einer zweiwöchigen Messkampagne in Albano (Italien) mit. Vor Ort wurde von ihr nicht nur ein Referenzpunktrahmen mit GNSS erstellt, sondern auch eine einzigartige römische Zisterne mit einem terrestrischen Laserscanner aufgenommen. Die 3D-Punktwolke soll in Zukunft webbasiert den Forschern u.a. für Bauanalysen bereitgestellt werden.

Auch in der 3D-Dokumentation im Nahbereich konnten am RGZM mit Unterstützung des i3mainz 3D-Daten von Objekten mit unterschiedlichen Zielstellungen aufgenommen und ausgewertet werden. So wurde beispielsweise ein antiker Töpferofen in La Graufesenque (Frankreich) mit einer Spiegelreflexkamera dokumentiert und mit SfM-Verfahren ausgewertet. Das 3D-Modell soll für zukünftige webbasierte Analysen des Brennvolumens dienen. Das 3D-Modell einer orientalischen Metallschüssel des 14. Jhs. aus Nordnigeria wurde von Tobias Reich (i3mainz) in einer digitalen Animation gerendert und wird vom RGZM in der Ausstellung „8 Objekte, 8 Museen“ präsentiert. Bei dieser von acht Leibniz-Forschungsmuseen simultan bespielten digitalen Ausstellung wird den

Besuchern auf einem interaktiven Computertisch aus jedem Museum ein Objekt präsentiert. Das RGZM präsentiert die orientalische Metallschüssel.

Weiterhin wurden die 3D-Daten eines antiken Einbaums aus Moosseedorf / Schweiz als Datengrundlage für die Bachelorabschlussarbeit von Laura Raddatz in der Lehreinheit Geoinformatik und Vermessung der Hochschule Mainz mit dem Thema „3D-Visualisierung eines Einbaums und Untersuchung des ATOS Triple Scan von GOM“ verwendet. In Ihrer Abschlussarbeit visualisierte sie die 3D-Daten des Einbaums, der sich in der RGZM-Werkstatt Nassholzkonzervierung befand, webbasiert mit der open-source Software 3DHOP. Die webbasierte 3D-Visualiserung wurde dem „Amt für Kultur und Archäologischer Dienst – Ressort Archäologische Konservierung“ übergeben, die die Ergebnisse der Arbeit intensiv zur Analyse des antiken Einbaumes nutzen.

ERGEBNISSE

Ziel der gemeinsamen Arbeiten war die Erstellung von digitalen raumbezogenen Daten sowie die Untersuchung von Auswerte- und Visualisierungsmöglichkeiten im Bereich der Archäologie und Restaurierung. Neben den genannten Arbeiten konnten im Projektjahr auch gemeinsame Anträge wie bspw. der Antrag „African Red Slip Ware digital – 3D-Dokumentation für die multiperspektivische Analyse einer zentralen Objektgattung der Spätantike“ in der Förderlinie 2 der BMBF-Bekanntmachung eHeritage eingereicht werden.

Eckdaten

Mitteilung vom 01.05.2017
  • – Laura Raddatz
  • – Tanja Hacken
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