Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

i3mainz auf den Oldenburger 3D-Tagen

Das Institut für Angewandte Photogrammetrie und Geoinformatik der Jade Hochschule ermöglichte auch dieses Jahr auf den 13. Oldenburger 3D-Tagen vom 12.02. – 13.02.2014 den Austausch von Erfahrungen auf interdisziplinärer Ebene. Thematisiert wurden neue Forschungsergebnisse, aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen sowie das breite Anwendungsspektrum optischer 3D-Messtechniken.

Das i3mainz war mit drei Fachvorträgen am Gelingen des sehr beliebten Fachkongresses rund um die Messtechnik beteiligt.

Mathias Burger stellte ein am i3mainz entwickeltes Verfahren zur Registrierung von 3D-Punktwolken vor. Es basiert auf 2D-Korrespondenz und wird für ein kombiniertes Messsystem eingesetzt. Das Messsystem, bestehend aus einem 3D-Sensor (z.B. TOF) und einem höher auflösenden 2D-Sensor (RGB- oder Monochromkamera), kombiniert die 3D-Geometrie-Erfassung in Echtzeit mit der hohen Informationsdichte von Oberflächentexturen. Ziel ist, in Echtzeit, bei sequenzieller 3D-Aufnahme, ein homogenes und rauschreduziertes dreidimensionales Gesamtmodell zu generieren.

Julia Ganitševa referierte über mögliche Bauwerksmodellierungen mittels IFC und CityGML im Kontext der Dokumentation von historischen Bauwerken. Ausgehend von der vollständigen und hochauflösenden Erfassung von Kirchengebäuden mittels Laserscanning und Panoramaphotogrammetrie, werden im BMBF-Projekt "Inschriften im Bezugssystem des Raumes" (IBR) einfach zu generierende Bauwerksmodelle benötigt. Diese mit Fachdaten verbundenen geometrisch-semantischen Modelle werden zu einem semantischen Netz verbunden, um so neuartigen geisteswissenschaftlichen Forschungsfragen nachgehen zu können. Ganz im Sinne der „SpatialHumanities“.

Die Oldenburger 3D-Tage zeichnen sich immer auch wieder dadurch aus, dass sie dem wissenschaftlichen Nachwuchs Gelegenheit bieten, ihre - oftmals erstaunlich reifen und professionellen Ergebnisse - zu präsentieren. OpenIndy - eine Open Source Software für Messaufgaben im industriellen Umfeld - wurde von den Studierenden Jens Wambach, Martin Lux und Benedikt Rauls einem kritischen Fachpublikum vorgestellt. Die Ergebnisse ihrer Projektarbeit aus dem WS13/14 führten im Nachgang zu interessanten Diskussionen und neuen Kontakten.

 

 

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