Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

Gemeinsamer Workshop der Projekte „Relationen im Raum“ (RiR) und „Inschriften im Bezugssystem des Raumes“ (IBR)

Das von RiR-Mitarbeiter Thomas Kollatz organisierte Arbeitstreffen der beiden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten e-Humanities-Projekte RiR und IBR fand am 28. und 29. Januar 2015 am Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte in Essen statt. Vom i3mainz nahmen Dr. Fredie Kern, Martin Unold und Alexandra Müller teil. Da sich beide Projekte am Ende der Projektlaufzeit befinden, waren die primären Ziele der Veranstaltung die gegenseitige Präsentation der Ergebnisse und der Ausblick auf zukünftige gemeinsame Aktivitäten, die auf den gesammelten Erfahrungen aufbauen werden. Neben den Mitgliedern der erwähnten Projekte nahmen unter anderem Vertreter des BMBF, des Forschungsdateninfrastrukturvorhabens DARIAH-DE sowie des Akademienprojekts „Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya“ der Universität Bonn teil.

Für das IBR-Projekt bot der Workshop einen ausreichend komplexen und daher idealen Testfall für den Nachweis der Übertragbarkeit der entwickelten Softwarekomponenten. In beiden Projekten geht es um die Identifikation der Zusammenhänge zwischen fachlichen und räumlichen Merkmalen kulturwissenschaftlich relevanter Objekte. IBR erforscht das Bezugssystem von Inschriften innerhalb eines Kirchenraumes, während RiR die Relationen von Grabmälern auf jüdischen Friedhöfen untersucht. In der Referenzstudie des IBR-Projekts werden Daten aus den Fachartikeln des Editionsvorhabens „Die Deutschen Inschriften“ und per Terrestrischem Laserscanning (TLS) erfasste Geometriedaten der entsprechenden Gebäude zusammengeführt. Die dafür entwickelte Software, den GenericViewer, konfigurierten IBR-Mitarbeiter für den Workshop, um nun auch RiR-Daten zu verarbeiten. Dank der durchgängigen Unterstützung von anerkannten Standards war der Aufwand hierfür sehr gering. Die Funktionsweise des GenericViewers haben die Mitarbeiter am Beispiel der epigraphischen Datenbank „epidat“ und TLS-Aufnahmen des jüdischen Gedenkfriedhofs in Mainz demonstriert.

Neben der gelungenen Überprüfung des generischen Konzepts des Mainzer IBR-Vorhabens, hat im Rahmen des Workshops erstmals eine größere externe Nutzergruppe die Beta-Version der Software für ihre eigenen Forschungszwecke eingesetzt. Die daraus resultierenden Anregungen zur Weiterentwicklung werden die letzte Projektphase von IBR beflügeln. Allen Beteiligten war nach Abschluss des intensiven Austausches klar, dass die in beiden Projekten erzielten, hochwertigen Ergebnisse unbedingt in einem gemeinsamen Anschlussprojekt fortgeführt werden sollten. Es lohnt sich!

Auf der Projekt-Webseite gibt es weitere Informationen zum Workshop.

Eckdaten

Mitteilung vom 13.02.2015
Titelbild:
  • Abschlussfoto des Workshops
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