Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

Einweihung des interdisziplinären Labors für angewandte Robotertechnik ROBOLAB

In Anwesenheit von Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf sowie der Geschäftsleitung der Carl-Zeiss-Stiftung wurde am 5. Mai an der Hochschule Mainz das interdisziplinäre Labor für angewandte Robotertechnik ROBOLAB offiziell eingeweiht. Das von der Carl-Zeiss-Stiftung mit rund 600 000 Euro geförderte ROBOLAB ist fachübergreifend konzipiert und stärkt das Profil der Hochschule Mainz als Ort der Innovation und des interdisziplinären Austauschs im Bereich der Forschung und Nachwuchsqualifizierung.

Initiiert wurde das ROBOLAB von Prof. Dr. Frank Boochs vom vom i3mainz, von Prof. Klaus Teltenkötterden, Fachrichtungen Innenarchitektur sowie Prof. Olaf Hirschberg, Fachrichtung Mediendesign der Hochschule Mainz. In seiner Basis besteht das ROBOLAB aus den drei Bereichen „Messtechnik“, „Digitale Fertigung“ und „Mensch-Maschine-Interaktion“. Diese drei Bereiche bilden – im Kreislauf von der industriellen Erfassung eines realen Objekts/Raums über die digitale Fertigung als Replik, die mediale und interaktive Aufarbeitung bis hin zur Mensch-Maschine-Interaktion – ein  breites Spektrum möglicher Einsatzgebiete und interdisziplinärer Forschungsarbeit ab.

„Ich bedanke mich herzlich bei der Carl Zeiss-Stiftung für das große Engagement, mit dem die Stiftung an die Förderung der Hochschule Mainz durch die Forschungsinitiative des Landes anknüpft. Das ROBOLAB stärkt die Hochschule und den Wissenschaftsstandort Rheinland-Pfalz in Forschung und Lehre“, erklärte Minister Prof. Dr. Konrad Wolf bei der Veranstaltung.

Die Realisierung des ROBOLAB wurde möglich durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Carl-Zeiss-Stiftung. Anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums im Jahr 2014 hatte die in Stuttgart ansässige Stiftung dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland- Pfalz für das Programm „Carl-Zeiss-Stiftung Invest“ die Zusage über Fördermittel in Höhe von knapp drei Millionen Euro erteilt, von denen rund 600 000 Euro in das Großgeräteprojekt ROBOLAB flossen. „Wir freuen uns, durch das Programm Carl-Zeiss-Stiftung Invest die anwendungsnahe natur-und ingenieurwissenschaftliche Forschung an Rheinland-Pfälzischen Hochschulen durch den gezielten Ausbau der dortigen Forschungsinfrastrukturen zu stärken“, erklärte die Geschäftsführerin der Carl-Zeiss-Stiftung, Dr. Simone Schwanitz.

Das ROBOLAB besteht aus folgenden Elementen:
Messtechnik
Der stationäre Industrieroboter KR 60 HA der Firma KUKA ist für hochpräzise Anwendungen konzipiert, verfügt über eine Traglast von 60 kg und eine Reichweite von 220 cm und mit seinen sechs Achsen über die nötigen Eigenschaften sowohl für den Einsatz eines 3D Fräskopfs als auch für ein 3D Messsystem. Weitere Elemente sind die Frässpindel zur Bearbeitung diverser Werkstoffe wie Holz, PU-Schaum, Kunststoff, Stein sowie ein Servo-Drehtisch als siebte Rotationsachse, auf den das Werkstück montiert wird.

Mensch-Maschine-Interaktion
Das mobile CMOCOS MotionControl System basiert auf dem sensitiven
Leichtbauroboter iiwa der Firma KUKA. Es ermöglicht menschensichere High-Speed Bewegungen und bietet präzise Bewegungskontrolle. In Kombination mit dem adaptiven Motion Capture System Perception Neuron lassen sich Bewegungsdaten von Objekten, Kamera und Körpern erfassen.

Digitale Fertigung
Bei dem mobilen Industrieroboter MM-800 handelt es sich um einen KUKA Industrieroboter KR 16-2 KS, der in einen mobilen Roboter MP-800 integriert ist Der 6-Achs Roboter erlaubt eine Traglast bis 18 kg und ist damit geeignet, die Referenzsysteme beim optischen Tracking, einen Scanner oder andere Messgeräte zu positionieren.

Damit decken die drei Robotermodelle das ganze Spektrum möglicher Einsatzbereiche, von großen Arbeitsbereichen über mobilen Einsatz bis zum hochgenauen innovativen Kleinsystem hin ab. Ein einziger Industrieroboter kann dies in diesem Umfang nicht leisten.
 

Eckdaten

Mitteilung vom 10.05.2017
  • – Prof. Olaf Hirschberg, Mediendesign der HS Mainz
  • – Prof. Klaus Teltenkötter, Innenarchitektur der HS Mainz
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