Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

Auf dem Weg zum Museum für alle: Erste Phase des RGZM - Projektes „Tasten-Wahrnehmen-Verstehen“ ist gestartet

Am 30.06.2016 wurden im Museum für Antike Schiffahrt zwei Stationen mit Tastmodellen präsentiert und in die Dauerausstellung des Museums integriert. „Tasten-Wahrnehmen-Verstehen“ bringt künftig blinden und sehbehinderten Menschen Archäologie und die Geschichte der römischen Schiffahrt auf abwechslungsreiche Weise näher.

Das i3mainz und die Lehreinheit Geoinformatik und Vermessung unterstützten das Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Müller mit der Erstellung der virtuellen 3D-Tastmodelle. Insbesondere erarbeitete Timo Schorb in seiner Bachelorarbeit mit dem Thema "3D-Modellierung eines Römerschiffes aus Laserscandaten" das virtuelle Modell des Nachbaus. Jens Grünke und Sebastian Kulke nahmen in ihrer Praxisprojektzeit am i3mainz das Originalwrak vor Ort photobasiert auf und werteten es mittels „Structure from Motion“ (SfM) zu einem digitalen 3D-Modell aus.

Anja Cramer bereitete anschließend die digitalen 3D-Modelle für den 3D-Druck auf. Dabei wurden die Daten skaliert und die vom Druckverfahren vorgegebenen Parameter wie Druckraum und minimale Druckdicke berücksichtigt. Mit dem Verfahren „selektives Lasersintern“ (SLS) wurden die digitalen Modelle im sehr stabilen Material Polyamid „gedruckt“. Weitere Nachbearbeitungen erfolgten in den Restaurierungswerkstätten des RGZM.

Die Finanzierung für die erste Phase des Projektes „Tasten-Wahrnehmen-Verstehen“ am RGZM erfolgte zum Großteil aus privaten Spenden. Die Hochschule und das i3mainz werden auch zukünftig durch 3D-Digitalisierungen von archäologischen Objekten, welche eine Grundlage für Tastmodelle sein können, das Projekt unterstützen.

Eckdaten

Mitteilung vom 05.07.2016
  • – Timo Schorb
Titelbild:
  • 3D-Druck vom Nachbau A Mainzer Schiffe als Tastmodell (Foto: Volker Iserhardt / RGZM)
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