Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

i3mainz auf der AG CAA in Heidelberg

Am 10. und 11. Februar luden die AG Computeranwendungen und Quantitative Methoden in der ArchĂ€ologie e.V. (CAA) und das InterdisziplinĂ€re Zentrum fĂŒr Wissenschaftliches Rechnen (IWR) der UniversitĂ€t Heidelberg zum 8. Workshop der AG CAA ein. Auf dem Programm standen zwei VortrĂ€ge, die in Zusammenhang mit Projekten des i3mainz standen.

Florian Thiery vom i3mainz sowie dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum - Leibniz-Forschungsinstitut fĂŒr ArchĂ€ologie in Mainz (RGZM) und Dr. Allard Mees (RGZM) referierten unter dem Titel „Erstellung kontrollierter Linked Open Data Vokabulare als Metadaten-Hub fĂŒr archĂ€ologische Fachdatenbanken“ ihre ersten Ergebnisse des Einsatzes des interdisziplinĂ€ren mainzed-Projekts Labeling System. Zentraler Inhalt des Vortrags war die IT-Strategie des RGZM und die damit verbundene Suche nach einer Linked Data Lösung zur Vernetzung verteilter Objekt - und Fachdatenbanken.

Die Referenten stellten die Grundprinzipien vor, nach denen Begriffe mit kontextgebundener GĂŒltigkeit mit dem Labeling System erstellt werden. Dabei ging es zunĂ€chst um grundsĂ€tzliche Fragen, wie die nach der Definition eines Vokabulars oder eines Begriffs. Wie stehen publizierte Vokabulare als Container fĂŒr deren Begriffe externen Nutzern zur VerfĂŒgung? Welche Möglichkeiten bietet die Labeling System API zur Einbindung in die eigenen Fachdatenbanken? Am Beispiel verschieden definierter Formtypen römischer Keramik erlĂ€uterten die Referenten, inwiefern ein Mapping dieser Begriffe im Labeling System erzeugt und in eine Fachdatenbank (hier: Samian Research) eingebunden werden kann. Auch die Anwendung des Labeling System als zentraler Knoten in einem Meta-index einer Systemarchitektur, wie der des RGZM und die dadurch generierten Potentiale der Abfrage und Analyse waren Thema.

Den zweiten Vortrag, „Best practice und harte RealitĂ€t – die digitale Strategie des ‘Heliopolis-Project“, hielt Thomas Graichen. Er betreut von Seiten des i3mainz das auf drei Jahre angelegte Heliopolis-Projekt, in dessen Mittelpunkt der Tempelbezirk des Sonnengottes in Heliopolis im Stadtgebiet des modernen Kairo (Ägypten) steht. Seit Anfang 2016 ist das i3mainz unter anderem fĂŒr die Erarbeitung und Umsetzung des Forschungsdatenmanagements zustĂ€ndig. Im weiteren Projektverlauf wird das Team die Grundlage fĂŒr GIS-gestĂŒtzte 3D-Visualisierungen der topographischen und architektonischen Entwicklung des Heiligtums und seiner Umgebung legen.

Im Fokus der ersten Projektphase stehen neben der Formulierung einer an Standards und Richtlinien (IANUS, ADS) orientierten Data-Policy auch die Festlegung daran angepasster, modularisierter Dokumentations- und Archivierungsprozesse. Auf Grundlage der Analyse der GrabungsablĂ€ufe im FrĂŒhjahr 2016 entwickelte das i3mainz in gemeinsamen Workshops mit den Projektpartnern aus Leipzig auf das Projekt zugeschnittene Metadaten-Modelle, Werkzeuge und Verfahren. Diese Vorgaben mĂŒndeten in entsprechenden Handreichungen, welche wĂ€hrend der anschließenden Herbstkampagne ohne on site-UnterstĂŒtzung durch das i3mainz Anwendung fanden. Am Beispiel der Prozesskette fĂŒr die 3D-Befunddokumentation zeigte der Vortrag die Strategie fĂŒr geeignete Bereitstellungsformate fĂŒr die Handreichungen auf.

Die Mitgliederversammlung der AG CAA wĂ€hlte am Freitag Prof. Kai-Christian Bruhn, Direktor von mainzed, dem Mainzer Zentrum fĂŒr DigitalitĂ€t in den Geistes- und Kulturwissenschaften, zum zweiten Vorsitzenden.
 

Eckdaten

Mitteilung vom 17.02.2017
  • – Thomas Graichen, M. A.

Nachrichten

AKTIVITÄTEN

Im Projektjahr 2016 konnte das i3mainz mit seinen Ressourcen das RGZM in verschiedenen Projektvorhaben maßgeblich unterstĂŒtzen. Es konnten


Seit Ende letzter Woche Kopf und Torso einer kolossalen altÀgyptischen Herrscherstatue mit einer Inschrift, die den Pharao